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Powerchords Gitarre: Griffe, richtig spielen und abdämpfen

Powerchords sind Grundton und Quinte, die Zweiklänge hinter Rock und Punk. Lern die Griffe auf der 6. und 5. Saite, Ein-Finger-Akkorde in Drop D und Dämpfen.

•3 Min. Lesezeit
Powerchords Gitarre: Griffe, richtig spielen und abdämpfen

Ein Powerchord besteht aus zwei Tönen, Grundton und Quinte, oft mit dem Grundton eine Oktave höher verdoppelt. Er ist weder Dur noch Moll, deshalb klingt er mit Verzerrung riesig und passt zu fast jedem Rocksong. Geschrieben wird er mit einer 5: G5, A5, C5. Du spielst ihn mit einem verschiebbaren Griff auf der 6. oder 5. Saite und schiebst ihn über den Hals, um die Akkorde zu wechseln.

Greifhand eines Gitarristen, die tief am Hals einen Powerchord spielt
Zwei Töne, Grundton und Quinte: der Klang der Rockgitarre

Der Griff auf der 6. Saite

Leg den Zeigefinger auf den Grundton auf der tiefen E-Saite, den Ringfinger zwei Bünde höher auf die A-Saite und den kleinen Finger in denselben Bund auf der D-Saite.

SaiteG5 (Grundton im 3. Bund)A5 (Grundton im 5. Bund)
6., tiefe E3 (Zeigefinger)5
5., A5 (Ringfinger)7
4., D5 (kleiner Finger)7

Nur diese drei Saiten klingen. Der Ton auf der 4. Saite ist die Oktave; lass ihn für eine Zweiton-Version weg.

Der Griff auf der 5. Saite

Derselbe Griff, eine Saite verschoben: Grundton auf der A-Saite.

SaiteC5 (Grundton im 3. Bund)D5 (Grundton im 5. Bund)
5., A3 (Zeigefinger)5
4., D5 (Ringfinger)7
3., G5 (kleiner Finger)7

Mit beiden Griffen kannst du jeden Powerchord innerhalb weniger Bünde spielen, das macht schnelle Riffs leichter.

Den richtigen Bund finden

Auf der 6. Saite: F im 1., G im 3., A im 5., B (H) im 7., C im 8., D im 10., E im 12. Bund (oder leer). Auf der 5. Saite: B im 2., C im 3., D im 5., E im 7., F im 8., G im 10., A im 12. Bund (oder leer). E5 und A5 in offener Lage nutzen die leere Saite als Grundton.

Dämpfen: das Geheimnis eines sauberen Powerchords

Anschlaghand mit Plektrum über den Saiten einer E-Gitarre
Schlage nur die Akkordsaiten an; der Handballen am Steg sorgt für den druckvollen Sound
  • Greifhand: Lass die Unterseite des Zeigefingers die Saiten unter dem Akkord leicht berühren, damit sie nicht klingen.
  • Anschlaghand: Ziel nur auf die Akkordsaiten; wenn die tiefe E-Saite bei einem Akkord auf der 5. Saite mitklingt, leg den Daumen oder die Plektrumspitze darauf.
  • Palm Muting: Leg die Kante der Anschlaghand direkt am Steg auf die Saiten für den stampfenden Rocksound.

Ein-Finger-Powerchords in Drop D

Stimm die tiefe E-Saite auf D herunter (Drop D), und die unteren drei Saiten bilden einen Powerchord, wenn du einen Finger flach darüberlegst. D5 sind alle drei leer; ein Barré im 5. Bund ergibt G5. Unser Ratgeber Gitarre stimmen zeigt, wie du auf Drop D stimmst, und alternative Gitarrenstimmungen behandelt Drop C.

Übungsideen

  1. Wechsle zwischen G5 und C5 (Griff auf der 6. und auf der 5. Saite im 3. Bund): die Bewegung hinter unzähligen Riffs.
  2. Spiel E5 – G5 – A5 in gleichmäßigen Achteln mit Palm Muting.
  3. Nutze ein Metronom und wechsle auf dem Schlag; unser Metronom-Ratgeber hilft dir, Tempo aufzubauen.

Jeden Powerchord nachschlagen

Die Akkordbibliothek von Struno enthält Powerchords (die „5“-Akkorde) in jeder Tonart, dazu Dur-, Moll-, Septakkorde und sus-Akkorde, sodass du einen Griff prüfen oder sehen kannst, welche Töne er enthält.

FAQ

Warum heißen sie Powerchords?

Sie klingen über einen verzerrten Verstärker kraftvoll: Mit nur Grundton und Quinte werden sie durch Verzerrung nicht matschig, wie es volle Dur- oder Mollakkorde können.

Sind Powerchords Dur oder Moll?

Weder noch. Sie haben keine Terz, deshalb passen sie zu Dur- und Mollsongs gleichermaßen.

Kann ich Powerchords auf der Akustikgitarre spielen?

Ja, aber ohne Verzerrung klingen sie dünner. Volle Akkorde funktionieren auf der Akustikgitarre meist besser.

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